Literaturdatenbank
Alle hier aufgeführten Literaturquellen sind kostenlos zugänglich. Es handelt sich um Arbeitshilfen, wissenschaftliche Studien, Positionen und Zeitungsartikel, die zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Krankenhaus informieren.
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82 Prozent der sozialen Einrichtungen stark von Hitze betroffen. Paritätischer fordert Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.
Pressemitteilung
Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen massiv belastet: 82 Prozent der 2.871 Einrichtungen und Dienste, die sich bundesweit an einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes beteiligt haben, geben an, stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Überhitzte Gebäude, gesundheitliche Risiken und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026. Extreme Hitze sollte als Aufgabe des Bevölkerungsschutzes behandelt werden. Hierzu gehört ein kurzfristig ressortübergreifender Hitzekrisenstab auf Bundesebene, der während Hitzeperioden die Lage bewertet, Maßnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen koordiniert und sicherstellt, dass Schutzmaßnahmen schnell und verbindlich umgesetzt werden.
Hitzeplan im Krankenhaus - Mehr Eis, mehr Klimaanlagen, mehr Homeoffice
Mehr als 4.000 Hitzetote gab es nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts Ende Juni 2026. Eine Klinik in Stuttgart arbeitete während der Hitzewelle am Limit - und plant schon für das nächste Mal. Hervorgehoben werden Maßnahmen zur sofortiger Kühlung von überhitzten Patienten, der Bedarf an Klimaanlagen sowie die Dringlichkeit an Investitionen und flächendeckenden Hitzeschutzmaßnahmen.
Kliniken fordern Investitionen in gekühlte Krankenzimmer
Pressemitteilung
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert angesichts der alarmierenden Zahlen zur hitzebedingten Übersterblichkeit aus dem Robert-Koch-Institut und dem Statistischen Bundesamt entschiedene Schritte, um Krankenhäuser an den Klimawandel und zunehmende Hitzeperioden anpassen zu können. Dabei geht es auch um die Kühlung von Patientenzimmern, die in deutschen Krankenhäusern die Ausnahme ist. Die DKG erkennt hier erheblichen Nachholbedarf und sieht sich in ihrer Forderung nach einem umfangreichen Klima-Investitionsprogramm bestätigt.
Köln ächzt unter der Hitze – Kliniken schlagen Alarm
Während der Hitzewelle im Juni 2026 kam es in Kölner Kliniken zu einem Ausnahmezustand. Besonders in Merheim waren die Kapazitäten stark beansprucht aber auch in Holweide und im Kinderkrankenhaus in Köln-Niehl waren die Notaufnahmen voll. In Merheim wurde eine mobile Sanitätsstation eingerichtet, Hitzepatienten wurden noch auf dem Klinikgelände abgeduscht und mit Eis heruntergekühlt und dehydrierte Patienten wurden teilweise auf dem Flur behandelt, weil die Stationen längst voll waren. Viele Kliniken sind nicht ausreichend mit Klimaanlagen, Fassadendämmung und Verschattung ausgestattet und nicht auf längere Hitzeperioden eingestellt.
Nächste Hitzewelle - Uniklinik Düsseldorf schärft Notfall-Management nach
Nach den Rekordtemperaturen im Juni 2026 folgt die nächste Belastungsprobe. Die Uniklinik Düsseldorf hat die Hitzewelle im Juni als MANE "Massenanfall von Erkrankten" behandelt. Ähnlich wie beim MANV "Masenanfall von Verletzten" wird hier ein feststehender Prozess der Notfallmedizin ausgelöst. Anders als nach einem größeren Unfall hielt die hohe Zahl der Einweisungen über mehrere Tage an. Und: Die Krankheitsbilder waren in dieser Häufung neu, darunter Hitzschläge, Dehydrierungen und Kreislaufkollapse. Für die Zukunft hat die Düsseldorfer Uniklinik ihr Notfall-Management deshalb angepasst.
Sondervermögen jetzt für Hitzeschutz und klimaresiliente Klinikmodernisierung einsetzen
Pressemitteilung
Angesichts der Hitzewelle im Juni 2026 fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) Bund und Länder auf, unverzüglich ein Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Krankenhäuser aufzulegen. Bereits Anfang 2025 hat die DKG mit einem wissenschaftlichen Gutachten konkrete Konzepte und den erforderlichen Investitionsbedarf vorgelegt, um Krankenhäuser wirksam gegen die Folgen des Klimawandels und insbesondere gegen zunehmende Hitzewellen zu schützen.
DKI Factsheet
Hitzeschutz
Ein Factsheet des DKI zu Auswirkungen von Hitzewellen, Umsetzungsstand von Hitzeschutz und mögliche Maßnahmen eines Hitzeschutzplans in Krankenhäusern.
Kliniken fordern milliardenschweren Klimaschutzfonds zum klimagerechten Umbau
Pressemitteilung
Mindestens 31 Milliarden Euro sind nötig, um die deutschen Krankenhäuser in den kommenden Jahren klimaneutral umzugestalten. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens des Institutes for Health Care Business (hcb) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Mit 23,4 Milliarden Euro fällt der größte Teil dieser Summe für die Sanierung der Gebäudehülle an, zum Beispiel für Fassaden- und Dachdämmung. Mehr als die Hälfte davon – 12,7 Milliarden – ist für die Grundsanierung ohne spezielle Klimaschutzaspekte nötig.
Klinikreport Nachhaltigkeit. Impuls Kontakt
Schwerpunkt: Hitzeschutz
Die neue Online-Publikationsreihe „Klinikreport Nachhaltigkeit. +++Impuls kompakt“ wird vom Deutschen Krankenhausinstitut erstellt und vom DKI gemeinsam mit der TK herausgegeben. DKI und TK bieten damit ein praxisorientiertes Format an, das Krankenhäuser auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt – mit Fakten, Empfehlungen und Praxisbeispielen. Schwerpunkt Hitzeschutz: Die Dauer und Intensität von Hitzeextremen wird in Deutschland durch den Klimawandel weiter zunehmen. Damit werden auch hitzebedingte Gesundheitsrisiken in Zukunft ansteigen. Dazu zählen beispielsweise die negativen und zum Teil lebensbedrohlichen Auswirkungen von Hitze auf Herz-, Nieren- und Lungenerkrankungen. Darüber hinaus sind Krankenhäuser von weiteren Folgen extremer Hitze betroffen, wie z. B. der Zunahme von Unfällen und der veränderten Wirkung von Medikamenten. Daher ist es wichtig, dass sich Krankenhäuser auf heiße Sommer vorbereiten und Hitzeschutzpläne entwickeln, um den Gesundheitsrisiken durch Hitze zu begegnen.
Pressemitteilung zum Hitzeaktionstag 2025
Unter dem Motto „Hitzeschutz für alle“ ruft anlässlich des Hitzeaktionstags ein breites Bündnis aus Akteuren des Gesundheitswesens und weiterer Organisationen dazu auf, Hitzegefahren noch ernster zu nehmen und den gesundheitsbezogenen Hitzeschutz konsequent umzusetzen. Wie aus einer aktuellen Auswertung hervorgeht hat Deutschland aufgrund der Klimakrise in den vergangenen zwölf Monaten rund doppelt so viele extreme Hitzetage erlebt, wie es ohne die Erderwärmung der Fall gewesen wäre. Der gemeinsamen Initiative von Bundesärztekammer, Deutscher Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG), AWO Bundesverband, Deutscher Krankenhausgesellschaft, Deutschem Pflegerat, GKV-Spitzenverband und der Klima-Allianz Deutschland haben sich 87 Institutionen und Verbände angeschlossen.